Erste Ergebnisse der Lehr- und Forschungsgrabung.
Nur wenige Meter entfernt von der Doppelkapelle, entstanden zwischen 1160 und 1184, auf dem St. Crucius in Landsberg befinden sich die neuen Ausgrabungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. An diesem Ort befand sich einst eine bedeutende Burg aus dem 12. Jahrhundert. Bereits nach wenigen Wochen und den bisherigen Untersuchungen, kann über spannende und aufschlusseiche Erkenntnisse zum Leben auf der mittelalterlichen Burg berichtet werden.
Bislang wurden ca. 500 Funde geborgen, darunter Fragmente von Koch- und Vorratsgeschirr, Münzen, ein Wägegewicht, Miniaturgefäße, Tonmurmeln und Knochenwürfel, ein glasiertes Spielzeugpferdchen u.v.a. Noch sind nicht alle Funde geborgen, restauriert und bewertet. Das wird bei der Vielzahl der bereits geborgenen und noch zu bergenden Artefakte längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Funde und Befunde, die während der Lehr- und Forschungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie erstmals wieder nach so langer Zeit ans Tageslicht befördert wurden, bestätigen die vermutete Lage des Palas [Saalbau einer mittelalterlichen Pfalz oder Burg zur Zeit der Romanik] der Burg Dietrichs von Landsberg und die Bedeutung des Ortes in den Jahrhunderten vor ihrer Anlage.
Die gute Erhaltung der einzelnen Befunde lässt zudem erwarten, dass eine flächige Ausgrabung tiefe Einblicke in die baulichen Grundstrukturen und zugleich die Einbindung der Doppelkapelle in ihr einstiges architektonisches Umfeld ermöglichen wird.
www.stadt-landsberg.de/tourismus/doppelkapelle/
www.landesmuseum-vorgeschichte.de
www.lda-lsa.de











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