In der Dölauer Heide am Köllmer Weg in Halle (Saale) war es heute wieder soweit: Die Stadt Halle und das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara luden zur dritten Pflanzaktion im Geburtenwald ein. Bei annehmbaren Herbstwetter pflanzten Familien, die im Jahr 2024 Nachwuchs erhalten haben, gemeinsam mit Freunden, Verwandten und Interessierten junge Bäume – ein Symbol für das Leben und eine Tradition, die fest in der Region verwurzelt ist. Bürgermeister Egbert Geier und Dr. Sven Seeger, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, griffen persönlich zum Spaten und unterstützten tatkräftig beim Einpflanzen der Setzlinge.
Der Geburtenwald ist eine Initiative, die neues Leben und nachhaltigen Umweltschutz auf symbolträchtige Weise verbindet. Für jedes im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara geborene Kind wird ein Baum gepflanzt – insgesamt etwa 2.000 pro Jahr. So entsteht Stück für Stück ein neuer Wald in der Dölauer Heide, ein Zeichen für Wachstum und Hoffnung. Bei der diesjährigen Pflanzaktion wurden etwa 2.000 Setzlinge, darunter 1.000 Traubeneichen, 250 Hainbuchen, 250 Vogelkirschen, 250 Wildbirnen und 250 Echte Mehlbeeren, die auf eigens vorbereiteten Flächen von Familien und Helfern in die Erde eingepflanzt.
„Das selbstgepflanzte Bäumchen ist nicht nur ein originelles Geschenk für das neugeborene Kind, sondern auch ein aktiver Beitrag zum Klima- und Naturschutz“, erklärte Dr. Sven Seeger. Die Tradition des Baumsetzens zur Geburt eines Kindes hat lange Wurzeln: „Früher wurden bei der Geburt eines Mädchens ein Birnbaum und bei Jungen ein Apfelbuam gepflanzt“, führte er aus. Heute können alle Familienmitglieder, von den Vätern bis hin zu Großeltern, an der Aktion teilnehmen.
Die Resonanz war groß: 350 bis 400 Menschen fanden sich ein, um gemeinsam zu pflanzen, sich auszutauschen und die Bedeutung dieser Geste zu feiern. Auch Familien aus dem Umland und sogar aus Dessau nahmen teil. Eine Mutter aus Dessau, die mit ihrem Ehemann und Kind angereist war, betonte ihre positive Erfahrung mit der Klinik für Geburtshilfe in Halle und lobte die persönliche und empathische Betreuung.
Bürgermeister Egbert Geier zeigte sich beeindruckt von der großen Beteiligung: „Diese Aktion schafft eine besondere Bindung zwischen Eltern, Kindern und der Stadt und trägt zur Sensibilisierung für den Umweltschutz bei.“ Geier nahm sich Zeit für Gespräche und betonte, dass er sich wünscht, die gepflanzten Bäume mögen wachsen und gedeihen – als lebendige Zeugen neuen Lebens und als Teil einer besseren Zukunft.
Mitarbeitende der städtischen Forstabteilung und die Revierförsterin unterstützten die Aktion tatkräftig und sorgten dafür, dass die Setzlinge sachgemäß eingepflanzt wurden. Jede Familie erhielt zudem eine Urkunde zur Erinnerung an ihre Teilnahme.
Der Geburtenwald steht als Symbol für Kontinuität, Lebensenergie und Gemeinschaftssinn. Die Pflanzaktion in der Dölauer Heide ist mehr als nur eine Aufforstungsmaßnahme – sie ist ein lebendiger Ausdruck der Hoffnung und ein Geschenk an die nächste Generation. Die Stadt Halle und das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara wollen diese Tradition unbedingt fortführen und hoffen auf eine weiterhin starke Beteiligung.
Fazit: Die Pflanzaktion im Geburtenwald ist eine gelungene Verbindung von Tradition, Gemeinschaft und Umweltbewusstsein. Für die teilnehmenden Familien ist das Setzen eines Baumes nicht nur ein Geschenk für ihre Kinder, sondern auch ein Zeichen für das Leben selbst – verwurzelt in der Erde und wachsend mit der Zeit.
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