In Halle wurde heute ein bedeutendes Zeichen für Inklusion und Teilhabe gesetzt. Die Evangelische Stadtmission feierte das Richtfest für ihr neu gegründetes „Innovatives Inklusionszentrum Ausbildung-Praxis-Arbeit“ (APA) in der Grenzstraße 46. Festliche Stimmung herrschte auf der Baustelle, als neben zahlreichen Gästen auch der Bürgermeister der Stadt Halle und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, anwesend waren. Letzterer überbrachte nicht nur seinen Segen für das wichtige Vorhaben, sondern auch den lang erwarteten Fördermittelbescheid an den Bauträger.

Das Ausbildungszentrum wird künftig Menschen mit Behinderungen einen wertvollen Platz im Arbeitsleben bieten. Ziel ist es, den betroffenen Personen die Möglichkeit zu geben, einem anerkannten Beruf nachzugehen und somit ein autonomes und selbstbestimmtes Leben zu führen. „Hier schaffen wir einen Ort der Chancengleichheit“, so Dr. Haseloff, der die Bedeutung der Initiative betonte. „Ich bin dankbar, dass wir mit der Evangelischen Stadtmission einen Partner haben, der mit großem Engagement für diese Aufgaben eintritt. Diese Institution gibt ein wichtiges Beispiel für gelebte Menschlichkeit.“

Insgesamt sollen in dem neuen Inklusionszentrum bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen. Für dieses zukunftsorientierte Projekt wurde eine Gesamtförderung von etwa 12,7 Millionen Euro bewilligt. Diese massive finanzielle Unterstützung zeigt den hohen Stellenwert, den die Förderung von Inklusion in der politischen Agenda Sachsen-Anhalts hat.

Michael Weigel, Vorstand der Evangelischen Stadtmission, zeigte sich bei der Feier sichtbar bewegt und optimistisch. „Heute ist ein besonders erfreulicher Tag für uns. Ich bin dankbar und froh, dass wir das Richtfest für unser AFA-Inklusionszentrum feiern können. Der Besuch des Ministerpräsidenten und die Überbringung des Fördermittelbescheids verleihen diesem Ereignis besonderen Glanz“, erklärte Weigel. „Dieses Projekt soll ein Leuchtturm sein und Modellprojekt für einen inklusiveren Arbeitsmarkt sowie bessere Qualifizierungsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen in Sachsen-Anhalt.“

Das Inklusionszentrum wird nicht nur dabei helfen, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, sondern auch aktiv zur Vielfalt und zum sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft beitragen. Ein Ort, an dem gelebte Menschlichkeit, Toleranz und die Würde des Einzelnen im Mittelpunkt stehen, wird bald seine Türen öffnen und neue Maßstäbe setzen.

Die feierliche Veranstaltung endete mit der Hoffnung, dass das neue Inklusionszentrum nicht nur ein Arbeitsplatz für viele werden wird, sondern auch ein Raum für Begegnung, Zusammenarbeit und eine gegenseitige Bereicherung für alle Beteiligten. Ein wahres Zeichen der Veränderung auf dem Weg zu einer inklusiveren Gesellschaft.

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