Auf dem ehemaligen GRAVO-Druck-Gelände am Reileck, wo lange Zeit ein Schandfleck die nördliche Innenstadt zu sehen war, entsteht neues Leben. Ein Wohn- und Geschäftshaus nimmt Gestalt an, und mit ihm eine wichtige Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger Halles: Die dritte Bürgerservicestelle der Stadt.

Oberbürgermeister Egbert Geier präsentierte die Pläne heute im Rahmen eines Pressegesprächs vor Ort. „Mit der Fertigstellung des Gebäudes wird hier am Reileck die dritte Bürgerservicestelle der Stadt Halle ihren Betrieb aufnehmen“, so Geier. „Das ist ein besonderer und wichtiger Termin, denn es ist mein Anspruch, Lösungen zu finden und für die Einwohnerinnen und Einwohner den Service direkt vor Ort immer weiter zu verbessern.“

Die Wahl des Standortes fiel auf das Reileck, einen zentralen Verkehrsknotenpunkt in der nördlichen Innenstadt. „Wir sind permanent im gesamten Stadtgebiet auf der Suche nach geeigneten Liegenschaften“, erläutert Geier. „Dabei spielen Faktoren wie Raumgröße, Anbindung, Bausubstanz, Barrierefreiheit und vieles andere eine Rolle. Am Reileck haben wir nun einen hervorragenden Standort gefunden.“

Der Finanzausschuss soll in seiner März-Sitzung über die Anmietung der Räumlichkeiten entscheiden. „Wir decken mit dem Standort den nördlichen und östlichen Teil der Stadt besser ab“, so Geier. „Ein ähnliches Vorhaben ist auch für den südlichen Teil der Stadt in Planung, aber dort ist noch keine passende Liegenschaft gefunden.“

Die neue Servicestelle soll eine Ergänzung zu den bestehenden Stellen am Marktplatz und am Stadion 6 darstellen und die Anlaufmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger erweitern. „Die Räumlichkeiten hier erfüllen die Bedürfnisse und Anforderungen einer modernen Bürgerservicestelle“, ist Geier überzeugt. „Sie sind passgenau zugeschnitten und werden alle technischen Anforderungen erfüllen. Zudem ist Barrierefreiheit von zentraler Bedeutung.“

Dr. Jürgen Vox, Vorstandsvorsitzender der Saalesparkasse, dem Bauherrn des Gebäudekomplexes, freut sich über die gefundene Lösung: „Es gab im Bauablauf kleinere und größere Herausforderungen, aber nun entstehen hier sehr nachgefragte Räumlichkeiten, die den Wohnungsbedarf etwas decken können. Mit dem Einzug des Bürgerservices gibt es zusätzlich eine großartige Lösung.“

Die dritte Bürgerservicestelle soll im vierten Quartal 2025 ihren Betrieb aufnehmen. Sie wird über sechs Bearbeitungsplätze verfügen und sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Frau Voigt wird die Leitung der Servicestelle übernehmen. Das Leistungsportfolio wird das gleiche sein wie im Ratshof.

„Wir erwarten uns davon weitere positive Effekte, wie z.B. bis zu 900 zusätzliche Termine pro Woche“, so Geier. „Damit wollen wir die Wartezeiten deutlich reduzieren und die Wege für die Einwohnerinnen und Einwohner verkürzen. Ich bin überzeugt, dass damit mehr Bürgernähe und Bürgerfreundlichkeit entstehen kann.“

Die neue Bürgerservicestelle am Reileck ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Serviceleistungen für die Bürgerinnen und Bürger Halles. Sie wird dazu beitragen, die Verwaltung zugänglicher und bürgerfreundlicher zu machen.

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