Auf dem grünen Rasen des altehrwürdigen VFL Halle wurde in dieser Woche nicht nur um Tore gekämpft, sondern auch um Inklusion und sportliche Anerkennung. Am Montag und Dienstag fanden in der Saalestadt die Qualifikationsspiele für den diesjährigen deutschen Seni Cup statt – ein Fußballturnier, das seit über 20 Jahren Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung eine einzigartige Plattform bietet, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Insgesamt 15 Teams aus ganz Deutschland mit rund 200 hochmotivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren angereist, um sich für das große Finale im Juli im polnischen Torun zu qualifizieren. Dort warten dann Mannschaften aus ganz Europa, um sich im internationalen Vergleich zu messen.

Der Ehrgeiz und die Leidenschaft für den Fußballsport waren den Spielerinnen und Spielern in jedem Moment anzumerken. Jeder Ball wurde hart umkämpft, jedes Spiel mit vollem Einsatz bestritten. Doch bei aller sportlicher Rivalität stand die Fairness und die Achtung vor dem sportlichen Gegner stets im Vordergrund. Die Freude am gemeinsamen Spiel und das Miteinander prägten die Atmosphäre auf dem Sportplatz.

Der Montag war zunächst den wichtigen Einstufungsspielen gewidmet. Diese dienen dazu, eine möglichst faire und leistungsgerechte Einteilung der Teams für den eigentlichen Turnierverlauf am Dienstag zu gewährleisten. So konnten die Mannschaften in Gruppen antreten, die ihrem jeweiligen Leistungsstand entsprachen, was für spannende und ausgeglichene Partien sorgte.

Der offizielle Turniertag startete am Dienstag pünktlich um 09:00 Uhr mit dem feierlichen Einlaufen der Mannschaften. Ein Moment, der die Bedeutung des Ereignisses für die Athleten unterstrich. Über den gesamten Tag hinweg folgten dann packende Turnierspiele, die von zahlreichen Zuschauern mit Applaus und Anfeuerungsrufen begleitet wurden. Die Zuschauer erlebten technisch versierte Spielzüge, leidenschaftliche Torabschlüsse und beeindruckenden Teamgeist.

Den Höhepunkt des zweitägigen Events bildeten die emotionalen Siegerehrungen, die den sportlichen und zugleich feierlichen Abschluss des Fußballturniers darstellten. Die strahlenden Gesichter der Siegerteams zeugten von der Freude über den Erfolg und der Vorfreude auf das internationale Finale in Torun.

Die Bedeutung der Veranstaltung, die sich mittlerweile zu einem der bedeutendsten Turniere im internationalen Behindertensport entwickelt hat, wurde auch durch die prominente Eröffnung unterstrichen. Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle (Saale), hieß die Teams und Organisatoren willkommen und würdigte das Engagement von „SENI“ und aller Beteiligten für die Förderung des Sports für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.

Die Qualifikationsspiele in Halle waren somit nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein starkes Zeichen für Inklusion und die verbindende Kraft des Fußballs. Sie zeigten eindrucksvoll, dass sportlicher Ehrgeiz und gelebte Fairness Hand in Hand gehen können und boten den Athleten ein unvergessliches Erlebnis auf dem Weg zum internationalen Seni Cup.

https://senicup.de
www.vflhalle96.de/stadion-am-zoo/
https://www.hallelife.de/nachrichten/sport/qualifikation-fuer-den-seni-cup/
www.halle-nachrichten.de


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