Die WildCats haben die Weichen auf Erfolg gestellt und nach zuletzt durchwachsenen Spielergebnissen im Ostderby gegen den HC Rödertal das nötige Selbstvertrauen getankt: In der 2. Runde des DHB-Pokals setzten sich die Wildcats am gestrigen Abend in der heimischen SWH.arena souverän mit 31:21 (16:10) gegen die Rödertalbienen durch und lösten vor 563 zufriedenen Zuschauern das Ticket für das Viertelfinale.
Die Vorzeichen der Partie waren klar gesteckt. Die Hallenserinnen, als Bundesligist und damit klassenhöhere Mannschaft, gingen als klare Favoritinnen ins Rennen. Dennoch war höchste Konzentration geboten, denn die Rödertalbienen hatten in der laufenden Pokalsaison bereits ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Trainer und Team waren sich einig: Nur mit einer stabilen, aggressiven Defensive und schnellem Umschaltspiel würde man den Einzug in die nächste Runde sichern können.
Trotz der klaren Favoritenrolle startete der Bundesligist nervös und fahrig. Die ersten zehn Minuten des Ostderbys waren von Holprigkeit geprägt. Die Wildcats gerieten, befeuert durch einen kämpferischen Gast aus Sachsen, sogar mit wenigen Toren in Rückstand. Die Defensive fand zunächst nicht ihren gewohnten Rhythmus und im Angriff schlichen sich ungewohnte Ungenauigkeiten ein.
Doch nach der anfänglichen Orientierungsphase fanden die Hallenserinnen nach etwa 15 Minuten endgültig ins Spiel. Ab diesem Zeitpunkt zogen die Wildcats die Zügel an und bestimmten die Begegnung mit der notwendigen Energie und Konsequenz. Tor um Tor setzten sich die Gastgeberinnen ab. Die Abwehr stabilisierte sich zusehends, dahinter war die Torhüterleistung ein starker Rückhalt, was schnelle Gegenstöße ermöglichte. Zur Halbzeit hatten die Wildcats bereits eine komfortable 16:10-Führung herausgespielt und damit die Weichen auf Sieg gestellt.
Im zweiten Durchgang ließen die Wildcats nichts mehr anbrennen. Zwar kämpften die Rödertalbienen tapfer weiter und versuchten, den Rückstand zu verkürzen, doch die Dominanz der Hallenserinnen war zu groß. Die Bundesligistinnen spielten ihre Angriffe sauberer aus und hielten die Konzentration hoch, um technische Fehler zu minimieren.
Der Vorsprung, der in der ersten Halbzeit erarbeitet wurde, wurde clever verwaltet und sogar weiter ausgebaut. Die Mannschaft präsentierte sich kämpferisch überzeugt und spielte die Partie routiniert zu Ende. Am Ende stand ein hochverdienter 31:21-Sieg auf der Anzeigetafel, der den Einzug ins Viertelfinale des DHB-Pokals perfekt machte.
Trainerin Ines Seidler zog nach Spielende ein ehrliches Fazit: „Wir haben kämpferisch überzeugt und uns nach dem schwachen Start stark zurückgemeldet. Das gibt uns Mut für die Liga.“ Sie betonte jedoch auch die noch vorhandenen Baustellen: „Trotzdem haben wir noch zu viele technische Fehler gemacht, die wir gegen einen Bundesligisten wie Oldenburg nicht wiederholen dürfen.“
Die Wildcats haben damit die Pflichtaufgabe im Pokal gelöst und sich eine gute Portion Selbstvertrauen für die anstehenden, wichtigen Ligaspiele geholt. Der Fokus richtet sich nun auf die Liga, wo die Fehlerquote dringend reduziert werden muss, um auch dort in die Erfolgsspur zurückzukehren. Die Fans dürfen sich auf das Viertelfinale freuen – und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie in Pokalspielen liefern kann, wenn es darauf ankommt.
www.union-halle.net/wildcats/
https://roedertalbienen.de/
www.hallelife.de/allgemein/wildcats-besiegen-roedertal-im-pokal-derby-und-ziehen-ins-viertelfinale-ein/
www.halle-nachrichten.de
#hallenachrichten #handballbundesligafrauen #handball #roedertalbienen
Alle Fotos: Facebook Manfred Boide








Entdecke mehr von Halle Nachrichten
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.