Wenn der Vorhang fällt, bleibt oft das Echo des Applauses am längsten im Raum. In der SWH.arena von Halle-Neustadt verhallte gestern Abend das letzte Echo eines intensiven Volleyball-Jahres. Vor einer beachtlichen Kulisse von 910 Zuschauern, die sich unmittelbar vor dem Fest noch einmal in der Halle eingefunden hatten, absolvierten die Volley-Goats ihr finales Spiel des Jahres. Dass am Ende ein 0:3 nach Sätzen gegen die SWD powervolleys Düren auf der Anzeigetafel prangte, erzählt nur die halbe Wahrheit eines Abends voller Leidenschaft und taktischer Finesse.
Die Rollenverteilung schien vor dem ersten Aufschlag klar: Hier die ehrgeizigen Hausherren aus Mitteldeutschland, dort die Gäste aus dem Rheinland, die als Tabellenzweiter mit der Souveränität eines Meisterschaftskandidaten anreisten. Doch wer einen einseitigen Durchmarsch der Favoriten erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Volley-Goats traten mit einer Entschlossenheit auf, die den Klassenunterschied phasenweise komplett auflöste.
Besonders in den ersten beiden Sätzen zeigten die Goats, warum sie in dieser Liga als unangenehmer Gegner gelten. Mit einer stabilen Annahme und mutigen Angriffen über die Außenpositionen setzten sie die Dürener unter Druck. Zeitweise führten die Mitteldeutschen mit mehreren Punkten Vorsprung und hatten den Satzgewinn förmlich auf den Fingerspitzen. Die Halle bebte, die Fans peitschten ihr Team mit einer emotionalen Wucht nach vorne, die die Halle zu einem Hexenkessel machte.
Doch Volleyball ist ein Spiel der Nuancen und der mentalen Stabilität. In den entscheidenden Phasen, der sogenannten bewiesen die Power Volleys aus Düren, warum sie in der Tabelle ganz oben stehen. Während bei den Goats in den langen Ballwechseln die letzte Präzision fehlte, agierten die Gäste schlichtweg abgezockter.
Düren blieb stabil, wo die Goats ins Wanken gerieten. Mit einer beeindruckenden Block-Abwehr-Leistung und einer Aufschlagserie, die genau zum richtigen Zeitpunkt kam, drehten die Rheinländer die Rückstände und entschieden alle drei Sätze für sich. Es war ein Sieg der Erfahrung über den Enthusiasmus. Die Gäste untermauerten ihre Position als härtester Verfolger der Tabellenspitze, während die Goats trotz einer spielerisch starken Leistung mit leeren Händen dastanden.
Trotz der Niederlage war die Stimmung in der SWH.arena nach dem Abpfiff keineswegs gedrückt. Das Publikum honorierte den aufopferungsvollen Kampf ihrer Mannschaft. Die Goats haben bewiesen, dass sie selbst gegen die Branchenriesen der Liga nicht nur mithalten, sondern sie ernsthaft ins Wanken bringen können.
Für die Spieler aus Mitteldeutschland beginnt nun die kurze, aber verdiente Ruhephase über die Feiertage. Das Team hat gezeigt, dass die Basis für ein erfolgreiches Jahr 2026 gelegt ist – es fehlt lediglich das Quäntchen Kaltschnäuzigkeit, um solche Abende künftig auch mit einem Sieg zu krönen.
Die Volley-Goats verabschieden sich erhobenen Hauptes aus diesem Sportjahr. Wenn die Mannschaft diese Entschlossenheit in das neue Jahr mitnimmt, dürften die Fans in Halle und ganz Mitteldeutschland noch viele magische Momente erleben, in denen das Glück am Ende auf ihrer Seite liegt.
www.volleygoats.de/
https://www.swd-powervolleys.de/
https://www.hallelife.de/nachrichten/sport/volley-goats-unterliegen-duerener-abgeklaertheit/
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