Der dichte Nebel der Bauarbeiten hat sich gelichtet und Platz gemacht für einen neuen Abschnitt im bekanntesten Spaß- und Erlebnisbad der Region. Gestern feierte das MayaMare den glanzvollen Abschluss einer Metamorphose, die weit über eine gewöhnliche Sanierung hinausgeht. Es war ein Blick hinter die Kulissen eines Projekts, das Tradition, modernste Technik und die magische Welt der Maya zu einem Gesamtkunstwerk vereint.

Rund acht Millionen Euro investierte die Betreibergesellschaft, eine Tochter der Stadtwerke Halle GmbH, in das Projekt „MayaMare 2030“. Das Ergebnis ist eine Symbiose aus Komfort und Nachhaltigkeit. Als Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt gestern die geladenen Gäste – darunter prominente Gesichter der WildCats, des MBC sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft – begrüßte, war die Erleichterung über den planmäßigen Abschluss der Arbeiten spürbar. Nach einer intensiven Transformation von Mai 2025 bis März 2026 erstrahlt das Bad nun in einer Frische, die das „Erlebnisbad“ neu definiert.

Das unbestrittene Herzstück der Modernisierung ragt majestätisch in die Höhe: Die neue Rutschenwelt. Inspiriert von der gefiederten Schlangengottheit der Maya, trägt die Hauptattraktion den klangvollen Namen „Kukulkan“. Doch es ist nicht allein die Geschwindigkeit, die hier lockt. Durch eine innovative Inszenierung aus Licht-, Klang- und Bildeffekten wird jede Rutschpartie zu einer immersiven Reise durch die Tempelwelten Mittelamerikas.

Dass Magie heute auch ökologisch sein muss, beweist die Konstruktion im Hintergrund: Dank modernster Dämmung und Bauweise setzt die Rutschenanlage neue Maßstäbe in der Energieeffizienz. Überhaupt zieht sich der grüne Faden durch das gesamte Haus. Neue Lüftungsanlagen und eine durchgehende LED-Beleuchtung senken den CO₂-Ausstoß drastisch – ein Engagement, das durch Bundesfördermittel für Klimaschutz gewürdigt wurde.

Neben dem Adrenalinrausch kehrte gestern auch ein vertrautes Gefühl zurück: Das rhythmische Rauschen des grundlegend sanierten Wellenbeckens. Kraftvoll und lebendig inszeniert, bildet es das pulsierende Zentrum der Anlage. Wer hingegen die Stille sucht, findet sie in der erweiterten Saunawelt. Zwei vollständig neugestaltete Themenbereiche laden dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und in atmosphärische Wohlfühlwelten abzutauchen.

Ein besonders emotionaler Moment der Feierlichkeiten war die Vorstellung eines Herzensprojekts, das während der Schließzeit des Bades Form annahm. Melanie Heinrichs präsentierte ihr Kinderbuch über das Maskottchen „Mex“ und die Legende von „Kukulkan“. Es ist eine Erzählung über Mut, die Kraft von Visionen und das Überwinden von Hindernissen. „Es geht darum, das Lachen der Kinder zurückzubringen und fest an das Positive in der Zukunft zu glauben“, so Heinrichs sichtlich bewegt.
Die Geschichte soll nicht nur auf dem Papier existieren: Ab Mai starten Vorlesestunden in den Kitas der Stadt, beginnend in der Kita „Knirpsenland 2“ auf der Silberhöhe. Ein besonderes Geschenk wartet zudem auf alle Abenteurer von morgen: In diesem Jahr soll jeder Erstklässler der Stadt ein Exemplar dieses Buches erhalten – ein Zeichen für die tiefe Verwurzelung des MayaMare in der Stadtgesellschaft.

Mit der Modernisierung ist das MayaMare weit mehr als nur ein Ort zum Schwimmen. Es ist ein Ort der Identifikation, der zeigt, wie sich industrielle Tradition mit zukunftsweisender Nachhaltigkeit und kulturellem Feingefühl paaren lässt. Während die Schlangengottheit Kukulkan nun über die Badegäste wacht, blickt Halle stolz auf ein Freizeitjuwel, das bereit ist für das nächste Jahrzehnt.

Der Blick hinter die Kulissen hat eines deutlich gemacht: Hier wurde nicht nur Beton gegossen und Technik verbaut – hier wurde mit Leidenschaft an einer Vision gearbeitet, die nun für alle Besucher spürbar ist.

www.stadtwerke-halle.de
www.mayamare.de
www.hallelife.de/nachrichten/mythos-magie-und-moderne-das-mayamare-in-halle/

Alle Fotos unter: Facebook Manfred Boide


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