Bitterer Nachmittag für den SV Union Halle-Neustadt: Trotz einer emotionalen Geste zum Muttertag und einer verdienten Halbzeitführung unterlagen die Wildcats dem Buxtehuder SV mit 24:28. Während die Gäste den Klassenerhalt fast sicher haben, verschärft sich die Krise in Halle massiv.
Vor dem Anwurf sorgten die Gastgeberinnen für den Gänsehaut-Moment des Tages: Die Spielerinnen liefen gemeinsam mit ihren Müttern in die mit über 1.000 Zuschauern besetzte SWH.arena ein. Dieser Schwung übertrug sich zunächst auf das Feld. Das Team von Ines Seidler agierte taktisch diszipliniert, stand defensiv kompakt und nutzte vorne konsequent seine Chancen. Mit einer verdienten 14:11-Führung ging es in die Kabinen.
In der zweiten Halbzeit präsentierte sich Halle jedoch wie ausgewechselt. Während Buxtehude die Intensität steigerte, verlor Union völlig den Faden. Ungenaue Pässe, eine sinkende Wurfeffizienz und Lücken in der Abwehr ermöglichten den Gästen die Wende. Buxtehude nutzte die Fehler eiskalt aus und sicherte sich dank einer konzentrierteren Schlussphase den verdienten Auswärtssieg.
Durch die Niederlage verharren die Wildcats am Tabellenende. Der Abstieg ist bei noch verbleibenden Partien ein realistisches Szenario. Ungeachtet der Ligazugehörigkeit treibt der Verein den personellen Umbruch für die Saison 2026/2027 voran. Die Kaderplanung für den „Neustart“ läuft bereits auf Hochtouren, um den Standort Halle langfristig im Profihandball zu halten.
Fazit: 30 starke Minuten sind im Abstiegskampf zu wenig. Halle muss die Konstanz finden, um das „zweite Gesicht“ der zweiten Halbzeit schleunigst abzulegen.
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Alle Fotos unter: Facebook Manfred Boide







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