Nach langjähriger Planungsphase starten an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle die Vorbereitungen für den neuen Campus Kunst. Das Bauprojekt gegenüber dem Stammgelände soll Lehre, Forschung und Ausstellung vereinen.

Nach jahrelanger Vorbereitung nimmt eines der ambitioniertesten Hochschul-Bauprojekte in Sachsen-Anhalt konkrete Formen an: Die Kunsthochschule Burg Giebichenstein erweitert ihren Standort an der Seebener Straße um einen modernen Neubau für den Fachbereich Kunst. Mit der gesicherten Finanzierungszusage und dem heutigen offiziellen Spatenstich wurden die Weichen für die Umsetzung gestellt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund 42 Millionen Euro inklusive der Ersteinrichtung.

Die Pläne für die Erweiterung reichen bis ins Jahr 2021/2022 zurück, als der Architekturwettbewerb für den neuen Campus Kunst entschieden wurde. Nun beginnt die praktische Umsetzung: Noch in diesem Sommer starten die Erschließungsmaßnahmen auf dem Baufeld, gefolgt vom Abriss der Altbauten auf dem angrenzenden Nachbargrundstück, das künftig zum Hochschulareal gehören wird. Der eigentliche Baubeginn für den Gebäudekomplex ist für das kommende Jahr angesetzt.

Dort, wo aktuell noch Abbrucharbeiten bevorstehen, entsteht direkt gegenüber der historischen Burg Giebichenstein ein moderner Komplex, der künstlerische Praxis und theoretische Forschung unter einem Dach vereint. Neben großzügigen Ateliers und Spezialwerkstätten für die Studierenden werden in dem Neubau auch Lehr- und Arbeitsräume für die Wissenschaft sowie die hochschuleigene Galerie untergebracht. Für die Kunsthochschule bedeutet der Neubau weit mehr als nur eine räumliche Verdichtung. Er symbolisiert einen strukturellen Wandel in der Ausbildung.

„Mit dem heutigen Spatenstich beginnt ein bedeutender neuer Abschnitt für die BURG“, betont Prof. Bettina Erzgräber, Rektorin der Kunsthochschule. „Der Neubau schafft die räumlichen Voraussetzungen, um künstlerische Praxis, Lehre, Forschung und Ausstellung künftig noch enger miteinander zu verbinden. Es eröffnet neue Möglichkeiten für den fachbereichsübergreifenden Austausch und stärkt unsere Hochschule nachhaltig.“

Mit der räumlichen Zusammenlegung reagiert die Burg Giebichenstein auf die gestiegenen Anforderungen an ein interdisziplinäres Kunst- und Designstudium. Der Standort Halle festigt damit seine Rolle als einer der führenden Adressen für künstlerische Ausbildung in Deutschland.

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