Angesichts zunehmender Trockenperioden durch den Klimawandel rüstet Halle seine Wasserversorgung für die Zukunft: Das Wasserwerk im Süden der Stadt, in Beesen, soll bis 2030 zu einem modernen Spitzenlastwasserwerk ausgebaut werden. Bund, Land und Europäische Union investieren dafür insgesamt rund 65 Millionen Euro.
Heute übergaben Vertreter von Bund, Bundesminister der Finanzen und Prof. Dr. Armin Willingmann aus Sachsen-Anhalt in Halle Förderbescheide über 53 Millionen Euro. Das Projekt gilt als entscheidender Baustein, um die Versorgungssicherheit in der Region Halle sowie im Landessüden – bis hin zur Anbindung nach Magdeburg – auch in extremen Hitzewochen zu garantieren.
Sicherheit für Industrie und Bevölkerung „In Hitzeperioden sind die Kapazitäten der großen Fernwasserversorger bereits bis zu 97 Prozent ausgelastet“, erklärt Matthias Lux, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Halle GmbH. Um künftige Industrieansiedlungen nicht an mangelnden Ressourcen scheitern zu lassen, sei der Ausbau dringend notwendig.
Das neue Spitzenlastwerk soll bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit eine Maximalkapazität von 20.000 Kubikmetern Trinkwasser pro Tag bereitstellen. Technisch setzt das Projekt auf Ressourcenschonung: Durch die Weiternutzung der bestehenden Bausubstanz am Altstandort Beesen falle der CO₂-Fußabdruck rund 30 Prozent geringer aus als bei einem kompletten Neubau, so die Betreiber.
Bei der feierlichen Übergabe unterstrich Minister Prof. Dr. Armin Willingmann, die Bedeutung des Vorhabens. Der Umbau sei ein „wichtiger Schritt für eine klimaresiliente Wasserversorgung“. Auch Vertreter des Bundes betonten, dass Investitionen in die kritische Infrastruktur – von Bahnstrecken bis zu Wasserwerken – eine Kernaufgabe für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands seien.
Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt hob den Standortfaktor hervor: „Mit dem Spitzenlastwasserwerk schaffen wir zusätzliche Sicherheit für die Menschen und Unternehmen in Halle.“
Dank intensiver technischer Vorbereitungen und abgeschlossener Genehmigungsverfahren kann der Umbau im September dieses Jahres starten. Der ambitionierte Zeitplan sieht vor, dass das Wasserwerk Beesen ab 2030 voll einsatzbereit ist und die Trinkwasserversorgung in Sachsen-Anhalt spürbar resilienter macht.
www.bundesfinanzministerium.de/
https://sachsen-anhalt.de/
https://halle.de/
www.swh.de
www.hallelife.de/nachrichten/wasserwerk-beesen-wird-zum-spitzenlast-standort/









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