Achtzehn Etagen, über 270 Stufen und ein Gewicht am Körper, das bei jedem Schritt schwerer auf den Schultern lastet: Wenn im halleschen Verwaltungsgebäude „Scheibe A“ der Startschuss zum 7. SaaleRun fällt, verwandelt sich ein nüchterner Zweckbau in eine sportliche Arena der Extreme.

Es ist kein gewöhnlicher Treppenlauf. 60 Athletinnen und Athleten aus ganz Mitteldeutschland – von der halleschen Berufsfeuerwehr über Kameraden aus Potsdam, Leipzig und Bautzen bis hin zu THW, DLRG und Landespolizei – stellen sich in voller Schutzausrüstung und mit angelegtem Atemschutz der ultimativen physischen Prüfung. Ein neuer Teilnehmerrekord unterstreicht den Kultstatus, den dieser Wettkampf längst innerhalb der bundesweiten Blaulicht-Familie genießt.

Vorangetrieben wird das Event nicht von bloßem sportlichem Ehrgeiz, sondern von knallharter beruflicher Realität. „Wir machen das, weil wir im Brandfall bei einem Hochhausfeuer, bei dem der Fahrstuhl nicht genutzt werden darf, fit für die Einsätze sein müssen“, bringt es Katharina Dieckow auf den Punkt. Die erfahrene Feuerwehrsportlerin und Leitstellendisponentin bei der Berufsfeuerwehr Halle weiß, wovon sie spricht: Wenn Sekunden zählen und der Aufzug stillsteht, trennt die physische Robustheit im stickigen Treppenhaus Leben von Tod. Trotz der physischen Tortur darf dabei eines nicht fehlen – der gemeinsame sportliche Geist und die Begeisterung für den Wettkampf.

Wenn die letzten Zweierteams den Ausgang des Treppenhauses erreichen und auf der Dachterrasse erschöpft, aber stolz abklatschen, wird der SaaleRun zu dem, was er längst ist: Ein sportliches Aushängeschild, das eindrucksvoll demonstriert, dass Halles Einsatzkräfte nicht nur im Ernstfall, sondern auch im sportlichen Extremlauf ganz oben stehen. Außerdem zeigten die Höhenretter der Feuerwehr Halle ihr Können bei einer Höhenrettungsübung, indem sie sich vom Dach des Hochhauses professionell abseilten.

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Alle Fotos unter: Facebook Manfred Boide


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